Grund- und Elementarstufe
„Somit führen wir die Menschen in der Elementaren Musikpädagogik nicht zur Musik hin,
sondern wir sind von Anfang an mittendrin. Mittendrin deshalb, weil die Elementare
Musikpädagogik das Angebot bereithält, vielfältige Erlebnisweisen zu aktivieren, Eindruck
in Ausdruck zu verwandeln, Klangverläufe zu gestalten, sich selbst als handelndes oder
mithandelndes Subjekt in einer Welt der Klänge zu erleben, Klänge zu erzeugen und zu
interpretieren und damit auch etwas über sich selbst zu erfahren.“ (Juliane Ribke)
Musikgarten für Babys (12-18 Monate)
Der Kurs „Musikgarten für Babys 2“ richtet sich an Babys bzw. Kleinkinder zwischen 12 und 18 Monaten, die ihre Umgebung schon zunehmend aktiv entdecken.
Während der erste Kurs vor allem das Zuhören und die sinnliche Wahrnehmung der Musik fördert, werden die Kinder hier mehr und mehr dazu angeregt, selbst mitzumachen. Zusammen mit ihrer Mutter oder einer anderen Bezugsperson lernen sie, Musik nicht nur passiv wahrzunehmen, sondern sie als Ausdrucksmittel zu begreifen, indem sie sich individuell zu ihr bewegen, Rhythmus über den eigenen Körper erfahren oder einen ersten Zugang zu Instrumenten erhalten.
Musikschulzwerge (ab 18 Monate)
Der Kurs „Musikschulzwerge“ richtet sich an Kinder zwischen 18 Monaten und 3 Jahren. Zusammen mit einer Bezugsperson werden sie hier spielerisch mit unterschiedlichen musikalischen Aktivitäten vertraut gemacht. Durch Fingerspiele und Reime, gemeinsames Singen, Hören und Bewegen lernen die Kinder erste rhythmische Impulse kennen und entdecken nach und nach Möglichkeiten, Musik aktiv mitzugestalten.
Musikschulewichte (ab 3 Jahren)
Ab 3 Jahren haben Kinder hier die Chance, die musikalischen Erlebnisse aus dem „Musikschulzwerge“-Kurs aufzugreifen und weiter anzureichern. Auch in diesem Kurs finden die musikalischen Aktivitäten zusammen mit einer Bezugsperson statt, jedoch werden die Kinder hier nach und nach ermuntert, eigenständig aktiv zu werden. Im Vordergrund stehen gemeinsames Singen, freies und gebundenes Bewegen und Tanzen zur Musik sowie der erste Umgang mit Orff-Instrumenten, die zur Liedbegleitung eingesetzt werden.
Musikalische Früherziehung 1 (vorletztes Kita Jahr)
Im ersten Jahr der Musikalischen Früherziehung geht es vorrangig darum, dass die Kinder sich in der Gruppe kennenlernen und dabei sowohl individuelle als auch gemeinsame musikalische Erfahrungen sammeln. Da der Kurs ohne Eltern stattfindet, ist es ein wichtiger Prozess für die Kinder, im eigenen Tempo zu lernen, sich von der Bezugsperson zu lösen. Der Unterricht orientiert sich an immer wechselnden Spielthemen, mit denen die Kinder auf spielerische Weise die unterschiedlichen Eigenschaften von Klängen entdecken und mithilfe erster Instrumente selbst aktiv mitgestalten.
Musikalische Früherziehung 2 (letztes Kita Jahr)
Im zweiten Jahr der Musikalischen Früherziehung werden die Themen des ersten Jahres aufgegriffen und weiter vertieft. Im Vergleich zur anfangs noch wechselnden Gruppendynamik haben die Kinder nun die Chance, als Gruppe zusammenzuwachsen und gleichzeitig eigene Interessen und Vorlieben herauszubilden. Auch im zweiten Jahr orientiert sich der Unterricht an Spielthemen, im Unterschied zum ersten Jahr werden hier allerdings gezielt grundlegende Aspekte der Musiklehre eingeführt und vertieft (grafische und traditionelle Notation, Rhythmus und Takt, musikalische Formen). Durch das aktive Kennenlernen und Ausprobieren unterschiedlicher Instrumente wird das zweite Jahr zu einer spannenden musikalischen Entdeckungsreise.
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